Bezahlen mit Bitcoin – bald auch auf Amrum, Baltrum, Borkum und Co?

Bezahlen mit Bitcoin – bald auch auf Amrum, Baltrum, Borkum und Co?

Bezahlen mit Bitcoin – bald auch auf Amrum, Baltrum, Borkum und Co?

Kryptowährungen sind schon lange nicht mehr ausschließlich Thema bei Tech-Freaks und Internetnerds. Digitale Währungen wie Bitcoin und Co. haben das Potenzial, den Zahlungsverkehr nachhaltig zu revolutionieren und werden von zunehmend mehr Händlern akzeptiert. Manche sehen in Kryptowährungen das Zahlungsmittel der Zukunft und wenn es nach ihnen geht, könnten entsprechende Zahlungen bald gang und gäbe sein.

Kann man auch im Nordseeurlaub bald mit Bitcoin und Co. bezahlen?

Bitcoin längst mehr als nur Spekulationsobjekt

Lange Zeit waren Kryptowährungen mehr ein Spekulationsobjekt ohne tatsächlich relevante Anwendungsfälle, insbesondere der Bitcoin wurde oft als das „neue Gold“ bezeichnet. Die enormen Wertzuwächse und die Aussicht auf enorme Gewinne sind noch immer ein häufiger Grund dafür, dass Verbraucher Bitcoin kaufen und ein Investment in Kryptowährungen tätigen.

Mittlerweile jedoch zeichnet sich eine Entwicklung ab, die dazu führen könnte, dass sich Zahlungen in Kryptowährungen innerhalb der nächsten Jahre fest etablieren und zum gewöhnlichen Zahlungsverkehr gehören. Nicht nur Online oder in den Metropolregionen der Welt, sondern flächendeckend im weltweiten Einzelhandel.

Urlaub und Bitcoin – passt das zusammen?

Der Urlaub und die Kryptowährungen haben schon jetzt mehr Gemeinsamkeiten, als man meinen mag, wenn man die Entwicklungen nicht aktiv verfolgt. Viele große Reiseportale beispielsweise, ermöglichen es, Flüge, Hotels oder ganze Reisen zu buchen und dafür in Bitcoin und Co. zu bezahlen.
Personen, die Kryptowährungen auch während des Urlaubsaufenthaltes nutzen wollen, um Alltagseinkäufe zu bezahlen, waren bislang aber vornehmlich auf asiatische Länder, insbesondere Thailand und Malaysia oder südamerikanische Länder angewiesen. El Salvador hat im vergangenen Jahr sogar den Bitcoin als offizielle Währung eingeführt – als bislang erstes Land weltweit.

Die größten Hürden, die Kryptowährungen bewältigen müssen, um sich tatsächlich flächendeckend zu etablieren, sind derzeit zum einen die hohe Volatilität vieler digitalen Währungen, zum anderen die vergleichsweise hohen Transaktionskosten, die bei Kryptozahlungen anfallen.

Starke Kursschwankungen und hohe Transaktionskosten

Sieht man sich den Bitcoin Kurs einmal genauer an, stellt man fest, dass der Kursverlauf teils hohen Schwankungen unterlegen ist. Diese sogenannte Volatilität ist eines der größten Probleme, wenn es um den Einsatz von Kryptowährungen geht. Wer möchte schon etwas mit einer Währung kaufen, die nach dem Kauf plötzlich ein Vielfaches an Wert gewinnt?

Eine weitere Herausforderung besteht darin, die mitunter hohen Transaktionskosten zu minimieren. Wenn man eine teure Reise bucht oder eine sonstige große Investition tätigt, mag es vielleicht unerheblich sein, Transaktionskosten von 20 Euro zu bezahlen. Geht es allerdings um Alltagseinkäufe wie ein Eis oder einen Kaffee, würde wohl kaum jemand eine solche Zusatzgebühr akzeptieren.

In diesem Zusammenhang ist eine kürzlich getätigte Aussage des Ethereum-Gründers Vitalik Buterin interessant. Er kündigte in einem Interview ein neues Ethereum-Update an, welches noch in diesem September erscheinen und die Transaktionskosten auf 0 bis 25 Cent minimieren soll. Wenn dies tatsächlich gelingt, wäre es ein bedeutender Schritt für zukünftige Kryptozahlungen.

Kryptozahlungen sind unkompliziert per Smartphone möglich

Prinzipiell ist das Bezahlen mit Kryptowährungen erdenklich einfach. Anstelle einer physischen Brieftasche werden die Währungen in einem digitalen Kryptowallet aufbewahrt, welches jederzeit über ein Smartphone genutzt werden kann. Die einfachste Methode eine Zahlung zu tätigen, besteht darin, einen QR-Code einzuscannen und die jeweilige Transaktion zu bestätigen. Da ohnehin kaum noch jemand ohne Smartphone unterwegs ist, verfügt prinzipiell jeder über die technischen Erfordernisse, die für Kryptozahlungen benötigt werden.

Dass dies auch zunehmend mehr in Anspruch genommen wird, sieht man an der wachsenden Anzahl an Händlern und Unternehmen, die ihren Kunden diese Option zur Verfügung stellen. Angesichts der Tatsache, dass Kryptowährungen eine relativ neue Erscheinung sind, hat sich in den vergangenen Jahren seit 2007 eine rasante Entwicklung vollzogen, welche von anfänglichen Kritikern kaum für möglich gehalten wurde. Das Potenzial ist in jedem Fall riesig und auch die Tatsache, dass selbst die Europäische Zentralbank derzeit an einem digitalen Euro arbeitet, deutet darauf hin, dass digitale Währungsmittel das Zahlungsmittel der Zukunft werden könnten.

Fazit

Noch lässt sich nicht mit aller Gewissheit voraussagen, ob sich Kryptowährungen in den kommenden Jahren als Alternative zum herkömmlichen Geldsystem durchsetzen werden können, auch wenn vieles dafür spricht, bleiben noch einige Hürden zu nehmen.

Sofern sich die Entwicklung allerdings tatsächlich, wie von vielen Experten prognostiziert, fortsetzen wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass bei zukünftigen Urlauben auf Nordseeinseln auch mit Kryptowährungen bezahlt werden kann.