Dänische Nordseeinseln

Dänische Nordseeinseln

Dänische Nordseeinseln

Im dänischen Wattenmeer vor Jütlands Küste befinden sich die dänische Nordseeinseln, die zur dänischen Region Süddänemark gehören. Die Gruppe der dänischen Nordseeinseln besteht aus den Hochsänden Jordsand und Koresand, den Halligen Langli und den Inseln Fanö, Römö und Mandö. Vor der Eindeichung der Insel war Mandö auch eine Hallig. Auf den beiden größeren Inseln Römö und Fanö wird die Landschaft von großen Küstenständen und Sandstränden geprägt.

 

Geschichte und Bezeichnung

Die Inselbewohner hatten zeitweise mit dem Flugsand zu kämpfen, was einer der Hauptgründe war, wieso kleinere Inselwälder angepflanzt wurden. Zwischen der Geschichte der Seehandelsstadt Ribe und der Geschichte der Inseln besteht eine starke Verknüpfung. Im Sommer sind die Nordfriesischen Nordseeinseln stark vom Tourismus geprägt. Traditionen wie die Inseltracht könnten bis heute noch auf Fanö erhalten bleiben. Auf den dänischen Nordseeinseln werden jütische Dialekte gesprochen.

Die Nordfriesischen Nordseeinseln liegen vor Schleswig-Holsteins Küste im Wattenmeer, welches vom UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt wurde. In der Regel zählen auch die dänischen Nordseeinseln dazu. Da dieses Gebiet nicht von Friesen besiedelt wurde, versteht sich der Name „dänische Nordseeinseln“ eher geographisch als politisch. So beginnt der deutsche Teil der Nordfriesischen Nordseeinseln mit der größten Insel Sylt im Norden und endet mit der Insel Nordstrand im Süden. Dazwischen liegen die kleineren Halligen und die größeren Inseln Pellworm, Amrum und Föhr. Die heute bekanntesten größeren dänischen Nordseeinseln sind Fanö und Römö. Andere zählen als kleinere Halligen.

 

Idyllische Dörfer und weißer Sandstrand auf Fanö

Fanös Landschaft erinnert stark an die von Afrika, jedoch mit idyllischen Dörfern und viel weißem Sandstrand. Einst entstand Fanö im Niedrigwassergebiet als Sandbank zwischen Horns Rev und Sylt. Erste Besiedlungszeichen stammen aus dem 12. Jahrhundert, wobei Fanö lange Zeit als Krongut geführt wurde. Fanö wurde im Jahr 1741 durch die Fanniker von der dänischen Krone kurzerhand freigekauft. Zudem ist Fanö Dänemarks zweitnördlichste Wattenmeerinsel, die etwa 50 km nördlich von Sylt liegt.

  • Fanö als Landgängerparadies
    Auf Fanö fühlen sich sowohl Menschen als auch Wildtiere gut aufgehoben, darunter Wildkaninchen, Hermelinen, Füchse und Hasen. Zudem bieten das Wattenmeer und der Dünengürtel einer Vielzahl von Seevögeln Nahrung und Brutstätten. Aufgrund des Klimawandels wird auch das Vorkommen von Austern immer häufiger beobachtet.

In der abwechslungsreichen Natur der dänischen Nordseeinsel Fanö finden sich auch Dünenseen, Mooren, Parabeldünen und Dünenheiden. Da die Dünenpflanzung von Menschenhand stammt, handelt es sich nicht um einen ganz natürlichen Anblick, jedoch stellt es ein einzigartiges Erscheinungsbild dar. Heute erstreckt sich die Dünenpflanzung auf 1421 Hektar und dient sowohl der Bekämpfung des Sandtreibens als auch der Holzproduktion.

 

Wanderung und Erkundungstour der dänische Nordseeinseln

Um die einmalige Landschaft von Fanö zu erkunden, hält die Insel gekennzeichnete Wanderwege bereit. Sie sind 1 bis 5,5 km lang und mit der gleichen Farbe gekennzeichnet. Sie führen aber durch schwieriges Gelände, also Vorsicht! Alternativ kann beim Wiesenrand oder durch einfachen Strandgang Fanös Naturschönheit erlebt werden.

  • Landschaft und Landwirtschaft
    Auf Fanö wird immer gut darauf geachtet, dass mit der Flora und Fauna der Insel ein harmonischer Einklang herrscht. Aus diesem Grund müssen Hunde am Strand immer angeleint sein. Dennoch gibt es einige mit dem Auto befahrbaren Strandabschnitte. In den Sommermonaten gibt es geführte Touren für die Suche nach Bernsteinen, was ähnlich interessant ist wie Waldwanderungen, Spaziergänge, Fahrradtouren oder Wanderungen durch die Heiden oder Dünen. Für einen abwechslungsreichen Tag auf Fanö sorgen außerdem Aktivitäten wie z. B. Bowling, Tennis, Reiten, Surfen, Angeln und Buggyfahren. Landesweit wird Fanö für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse geschätzt und ist dafür auch bekannt. Diese werden umweltschonend und von Hand hergestellt.

 

Römö – herrliches Eiland und wunderschöne breite Strände

Die Nordfriesische Nordseeinsel Römö liegt in Dänemarks Süden im Weltnaturerbe Wattenmeer. Römö gehört zur Region Westjütland und die Insel wird durch ausgedehnte Heideflächen sowie breiten Strände geprägt. Zudem gehört Römö zu den beliebtesten Ferieninseln überhaupt, da die Lage der dänischen Nordseeinsel genauso wie die Nähe zur Insel Sylt ideal ist. Auf Römö leben um die 650 Einwohner. Die Insel verfügt über eine knapp 130 Quadratkilometer große Fläche, die ständig weiterwächst, da Winterstürme Sand von Sylts Westküste antreibt. Aus diesem Grund kann die exakte Größe von Römö nicht festgelegt werden. Der breiteste Strand Nordeuropas befindet sich auf Römö und stellt so das Gesicht der Insel dar.

Genau wie der Rest von Nordschleswig gehört auch Römö zur Region Syddanmark. Die nordfriesische Nordseeinsel Römö ist durch ihre herrliche Natur und die interessanten Sehenswürdigkeiten zu einem den beliebtesten dänischen Urlaubsziele geworden. Die meisten Gebiete sind für verschiedene Aktivitäten wie Radeln, Wandern und Reiten frei zugänglich. Einige stehen jedoch unter Naturschutz.

Wegen der idealen Lage ist die nordfriesische Nordseeinsel Römö auch außerhalb der eigenen Grenzen sehr interessant. Römö war lange Zeit in ein deutsches und dänisches Gebiet eingeteilt. Erst mit dem Deichbau wurde die Wirtschaft angekurbelt. Schließlich war Römö von der Wehrmacht besetzt. So sind noch heute einige der Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg teilweise besuchbar.

 

Römös Orte und Siedlungen

Römös Hautport ist Havneby, wo mehr als die Hälfte der gesamten Einwohnerzahl lebt bzw. etwas mehr als 300 Menschen. Römö verwandelte sich in den letzten Jahrhunderten stark und wuchs zu einer beliebten Touristendestination auf. Hierher kommen täglich mehrmals Besucher mit einer Fähre aus Sylt. Eine wichtige Einnahmequelle ist immer noch der Fisch- und Krabbenfang, obwohl es mittlerweile auch ein Shopping-Center, einen neuen Yachthafen und diverse Restaurants gibt.

Römös Badeort Lakolk liegt geschützt hinter den Dünen im Westen der Insel. Auf dessen anderer Seite erstreckt sich einer der breitesten europäischen Strände. Lakolk besteht ausschließlich aus Ferienunterkünften, Geschäften, Restaurants und Cafés. Hier können Besucher alles finden, was sie brauchen – von Kunstgeschäften und Supermärkten bis hin zu Drachenläden.

Auf der Suche nach weniger Trubel auf der dänischen Nordseeinsel Römö kommt die Region Bolilmark zum Vorschein. Hierbei handelt es sich um ein recht großes Ferienhausgebiet, welches in der wunderschönen Heidelandschaft in der Mitte der Insel liegt. Geschmückte Dächer, die eigentlich als Isolierung dienen, verschmelzen wunderbar mit der Umgebung und haben einen gewissen Tarneffekt. Allerdings gibt es in der Siedlung keine Möglichkeit zum Einkaufen. Dazu muss entweder Lakolk oder Havneby aufgesucht werden. Auf der nordfriesischen Nordseeinsel Römö gibt es weitere kleine Ortschaften wie Juvre und Toftum im Norden, Kongsmark im Osten sowie Kirkeby und Vesterhede im Süden.